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Alte Bleirohre in Kassel erkennen und sanieren

Aktualisiert am 02.09.2026 · Rohrreinigung Kassel

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Kurzantwort: Bleirohre im Trinkwassernetz sind seit 2013 in Deutschland verboten und müssen ausgetauscht werden - der Grenzwert für Blei im Trinkwasser wurde 2021 weiter gesenkt. Wer in einem Kasseler Altbau mit Baujahr vor 1970 wohnt, sollte das Trinkwasser prüfen lassen.

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Warum sind Bleirohre gefährlich?

Blei ist ein schweres Metall, das sich aus alten Rohren ins Trinkwasser löst - besonders bei weichem, saurem Wasser und langen Standzeiten. Schon geringe Mengen können bei regelmäßiger Aufnahme zu Schäden am Nervensystem führen. Kinder und Schwangere sind besonders gefährdet. Die EU hat den Grenzwert 2021 von 10 auf 5 Mikrogramm pro Liter abgesenkt, was den Handlungsdruck für viele ältere Gebäude erhöht hat.

Wie erkenne ich Bleirohre?

Bleirohre lassen sich von Fachleuten und aufmerksamen Bewohnern anhand bestimmter Merkmale erkennen:

  • Farbe: Bleirohre sind mattgrau bis dunkelgrau und haben eine leicht raue Oberfläche.
  • Weichheit: Mit dem Fingernagel lassen sich kleine Kerben einritzen - bei Kupfer oder Stahl geht das nicht.
  • Verbindungen: Bleirohre haben charakteristische Muffen-Verbindungen und sind oft gewellt oder leicht gebogen verlegt.
  • Baujahr: Gebäude vor 1970 in Kassel haben ein deutlich erhöhtes Risiko. In manchen Altbauten wurden Bleirohre sogar noch bis in die 1980er als Hausanschlussleitungen verlegt.

Im Zweifel lassen Sie einen Klempner oder die Kasseler Stadtwerke eine Rohrmaterialprüfung durchführen.

Trinkwasser auf Blei testen

Akkreditierte Labore (zum Beispiel über die Kasseler Stadtwerke oder private Prüfinstitute) nehmen eine Trinkwasserprobe ab. Wichtig ist die sogenannte Stagnationsprobe - das Wasser muss vorher mindestens vier Stunden gestanden haben, damit sich der Bleigehalt aufgebaut hat. Kosten: 50 bis 100 Euro. Das Ergebnis zeigt, ob tatsächlich Blei austritt.

Sanierungsoptionen

Rohraustausch

Die gründlichste und dauerhaft sicherste Lösung ist der vollständige Austausch der Bleirohre gegen Kupfer-, Edelstahl- oder Kunststoffrohre. In bewohnten Gebäuden kann das aufwändig sein, wenn Rohre in Wänden oder Estrich verlegt sind. Moderne Verlegeverfahren reduzieren den Aufwand durch den Einsatz von flexiblem Verbundrohr.

Grabenlose Sanierung

Für Bleileitungen im Hausanschlussbereich (von der Straße ins Gebäude) ist in manchen Fällen auch ein grabenloser Austausch möglich. Hier wird ein neues Rohr am alten vorbeigezogen oder eingeblasen. Ein Fachbetrieb in Kassel kann prüfen, ob diese Option geeignet ist.

Wer ist zuständig?

Im Mietverhältnis ist der Vermieter verpflichtet, Bleirohre zu sanieren, wenn der Grenzwert überschritten wird. Als Eigentümer tragen Sie die Verantwortung selbst. Die Hausanschlussleitung bis zur Grundstücksgrenze liegt in Ihrer Zuständigkeit - der Rest gehört der Stadt.

Fazit

Bleirohre sind ein ernstes Gesundheitsrisiko und müssen in Kasseler Altbauten zwingend geprüft und bei Bedarf saniert werden. Lassen Sie zunächst das Wasser testen - das ist günstig und klärt sofort, wie dringend der Handlungsbedarf ist.

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